Wie viel Provision verlangt Booking.com von Vermietern?
Booking.com verlangt von Vermietern in der Regel eine Provision von 15 bis 18 Prozent auf jede Buchung. Auf ein Jahr gerechnet summiert sich das schnell auf hunderte oder tausende Euro. Direktbuchungen über Ihre eigene Website oder Ihren Kalender kosten Sie keine Provision.
Wie viel Provision verlangt Booking.com?
Booking.com verlangt von Vermietern in der Regel eine Provision von 15 bis 18 Prozent auf jede abgeschlossene Buchung. Der genaue Prozentsatz hängt von Ihrem Standort, der Art der Unterkunft und eventuellen Vereinbarungen ab, die Sie mit der Plattform getroffen haben. In Westeuropa und bei Ferienwohnungen liegt der Satz für die meisten Vermieter als Grundtarif nahe bei 15 Prozent, aber in der Praxis zahlen viele Vermieter mehr, wegen der bezahlten Sichtbarkeitsoptionen, die Booking.com anbietet.
Die Provision wird auf den Gesamtbuchungspreis ohne Steuern berechnet und automatisch einbehalten, bevor Booking.com auszahlt. Sie erhalten also den Betrag nach Abzug der Provision.
Wie ist das mit der bezahlten Sichtbarkeit?
Neben der Grundprovision bietet Booking.com Vermietern die Möglichkeit, zusätzliche Sichtbarkeit zu kaufen, über die "Preferred Partner"-Programme und den "Visibility Booster". Wer an diesen Programmen teilnimmt, zahlt eine höhere Provision im Austausch für eine bessere Position in den Suchergebnissen.
Preferred-Partner-Unterkünfte zahlen in den meisten Fällen 18 Prozent oder mehr. Booking.com macht diese Schwelle nicht öffentlich, aber es ist ein offenes Geheimnis in der Vermietergemeinschaft, dass wer nicht bei Sichtbarkeitsdeals mitmacht, weiter unten in den Suchergebnissen landet. Wer mitmacht, zahlt mehr pro Buchung.
Es gibt auch "Genius"-Rabatte, bei denen Booking.com Sie bittet, treuen Mitgliedern ihres Treueprogramms einen Rabatt zu geben. Dieser Rabatt geht vollständig aus Ihrer Marge, während Booking.com dieselbe Provision auf den niedrigeren Betrag einzieht.
Ein Rechenbeispiel
Nehmen wir an, Ihre Ferienwohnung ist im Schnitt 20 Wochen pro Jahr belegt, zu einem durchschnittlichen Mietpreis von 900 Euro pro Woche. Das ergibt einen jährlichen Umsatz von 18.000 Euro.
Bei einer Provision von 15 Prozent geben Sie 2.700 Euro pro Jahr an Booking.com. Bei 18 Prozent sind das 3.240 Euro. Wenn Sie an Sichtbarkeitsdeals teilnehmen oder Genius-Rabatte geben, steigt es noch weiter.
Zum Vergleich: wenn dieselben 20 Wochen vollständig über direkte Kanäle gebucht werden, zahlen Sie keine Provision. Der Unterschied auf Jahresbasis ist erheblich, gerade wenn Sie mehrere Wohnungen oder höhere Mietpreise berücksichtigen.
Gibt es weitere Kosten?
Neben der Provision gibt es keine festen monatlichen Kosten für Vermieter auf Booking.com. Sie zahlen nur pro Buchung. Aber es gibt ein paar Dinge zu beachten:
- Kreditkartengebühren. Wenn Booking.com die Zahlung über das eigene Zahlungssystem abwickelt, kann ein kleiner Prozentsatz für die Zahlungsabwicklung zusätzlich zur Provision einbehalten werden. Das variiert je nach Markt.
- Stornierungsbedingungen. Booking.com bittet Vermieter, flexible Stornierungsbedingungen einzustellen, um weiter oben zu ranken. Bei kostenloser Stornierung riskieren Sie Last-Minute-Absagen ohne Entschädigung.
- Nicht ausgewiesene Kosten. Wenn Sie nicht in bezahlte Sichtbarkeit investieren, stehen Sie weiter unten in den Suchergebnissen. Der entgangene Umsatz durch geringere Belegung ist eine indirekte Kost, die nirgends ausgewiesen ist, aber trotzdem eine Rolle spielt.
Direktbuchungen: 0 Prozent Provision
Jede Plattform wie Booking.com oder Airbnb hat ihre Vorteile: sie bringen Ihre Wohnung vor ein großes Publikum, sie wickeln Zahlungen ab, und sie bieten einen Rahmen für Rezensionen. Aber diese Dienste haben einen Preis, der pro Buchung abgezogen wird.
Direktbuchungen über Ihre eigene Website oder über einen eigenen Kalender kosten Sie keine Provision. Ein Gast, der über Ihre Website bucht oder Sie direkt kontaktiert, zahlt Ihnen den vollen Betrag. Sie bestimmen den Preis, die Zahlungsweise und die Kommunikation.
Das praktische Hindernis bei Direktbuchungen ist, dass Gäste sehen möchten, wann die Wohnung frei ist, ohne Ihnen mailen oder anrufen zu müssen. Ein Verfügbarkeitskalender auf Ihrer eigenen Website löst das. Gäste sehen sofort, welche Zeiträume frei sind, und können Sie gezielt kontaktieren.
Die Balance: Plattformen und direkte Kanäle
Ganz ohne Booking.com zu arbeiten ist für die meisten Vermieter nicht realistisch, gerade nicht am Anfang. Plattformen geben Ihnen eine Sichtbarkeit, die Sie mit einer eigenen Website ohne gezieltes Marketingbudget schwer erreichen.
Die Strategie, die viele Vermieter wählen: nutzen Sie Booking.com und Airbnb, um neue Gäste zu erreichen, aber ermutigen Sie wiederkehrende Gäste, das nächste Mal direkt zu buchen. Ein Rabatt von fünf Prozent bei einer Direktbuchung ist für Sie immer noch vorteilhafter als die volle Provision an eine Plattform, und für den Gast auch. Beide Seiten gewinnen.
Für den belgischen Markt gibt der Branchenverband Horeca Vlaanderen Vermietern ebenfalls Rat zur Plattformstrategie und Direktvermietung.
Was das für Ihre Planung bedeutet
Wenn Sie wissen, wie viel Sie pro Jahr an Provision ausgeben, können Sie auch berechnen, was es Ihnen bringt, einen Teil dieser Buchungen über direkte Kanäle zu holen. Selbst wenn fünf oder zehn Prozent Ihrer Buchungen über Ihre eigene Website hereinkommen, merken Sie das an Ihrem Jahresergebnis.
Ein eigener Verfügbarkeitskalender ist der erste Schritt. Rentiplanner ist für eine Wohnung kostenlos und synchronisiert über iCal automatisch mit Booking.com und Airbnb, sodass Ihre Verfügbarkeit überall stimmt, während Sie auch Direktbuchungen ohne doppelte Eingabe verarbeiten können.
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